Parodontitis als Gesundheitsrisiko

Parodontologie, Parodontitis, Parodontose

 

Parodontalerkrankungen wie Parodontitis, Zahnfleischrückgang oder parodontale Rezessionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Mitteleuropäers. In Ländern mit hohem Lebensstandard sind mindestens 70 % der Bevölkerung von Zahnfleischerkrankungen im Sinne einer chronischen Parodontitis betroffen. Bei Parodontalerkrankungen werden die chronische und die aggressive Parodontitis unterschieden. Sehr häufig ist die Parodontitis mit einer gleichzeitig vorliegenden Zuckerkrankheit (Diabetes), mit einer HIV-Infektion sowie mit Rauchen und Stress verbunden. Bei Zahnfleischerkrankungen werden sehr oft hormonell bedingte allgemeinmedizinische Veränderungen, Bluterkrankungen, spezielle Schleimhautveränderungen, eine Mangelernährung oder eine spezielle Medikation als Ursache bzw. Begleiterkrankung festgestellt.

 

Parodontitis Ursachen

 

Zahnfleischerkrankungen sind ein multifaktorielles Geschehen. Eine entscheidende Rolle für das Auftreten einer Parodontitis übernimmt die Bakterienflora im Mundraum. Insbesondere bei schlechter Mundhygiene vermehren sich spezielle Bakterien, die über reversible Entzündungen (Gingivitis) zu lebenslang behandlungsbedürftigen Zahnbettentzündungen (Parodontitis) führen. Ein geschwächtes Immunsystem, schlechte Ernährung (z.B. zuviel Eiweiß und Kolenhydrate), einige Medikamente, Alkoholmißbrauch, Stress und vor allem Rauchen fördern den Ausbruch der Parodontalerkrankungen. Ein weiterer ursächlicher Faktor der Parodontitis ist die genetische Veranlagung: Bei ca. 30 % der Bevölkerung werden sogenannte Zytokine (Entzündungsbotenstoffe) in überhöhter Anzahl gebildet. Diese bewirken die Zerstörung des Zahnhalteapparates. Der Ausprägungsgrad all dieser Faktoren bedingt das Auftreten einer chronischen Parodontitis oder einer aggressiven Parodontitis.

 

Parodontitis - Verlauf der Erkrankung

 

Klinisch sichtbare Zeichen der Parodontitis (Parodontose) sind Mundgeruch, freiliegende Wurzeloberflächen durch Zahnfleischrückgang und erhöhte Lockerungsgrade der betroffenen Zähne. Die unbehandelte Parodontitis führt über Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischrückgang zur Zahnlockerung und zum Zahnverlust. Bei der chronischen Parodontitis schreitet die Erkrankung mit gelegentlichen akuten Schüben langsam fort. Bei der aggressiven Parodontitis erscheint der Patient insgesamt meist gesund. Nach Ausbruch der Erkrankung kommt es zu einer raschen Zerstörung des Gewebes mit lokalisiertem Beginn während der Pubertät und allgemeinem Befall meist im 3. Lebensjahrzehnt.

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Parodontitis Behandlung

 

Infos zur Parodontitisbehandlung auf der folgenden Seite: Parodontitis, Parodontitisbehandlung, Parodontose, Parodontosebehandlung, Zahnfleischrückgang

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