Keramische Bauteile haben in der Industrie eine Vielzahl von Anwendungen und Einsatzbereichen. Neben der Verwendung als Getriebeachsen in Hochleistungsgetrieben wird der Werkstoff Zirkoniumoxid für Kolben von Linear-Gleitlagerungen, für Gewindespindeln, für Zahnräder sowie als Führungs- und Gehäuseelemente.
Die materialspezifischen Vorteile der Zirkon-Keramik werden u.a. in Lebensdauertests deutlich. Auch unter enormen Belastungen zeigt Zirkonium keine nennenswerten Verschleißwerte.
Insbesondere in der Orthopädie wird Zirkoniumoxid seit Jahrzehnten für die Herstellung von Gelenkprothesen verwendet.
Bei Dental- und Operationsinstrumenten ermöglicht die hohe Verschleißfestigkeit von Bauteilen aus Zirkonoxid z.B. die Anzahl der Sterilisationszyklen im Vergleich zu Metallinstrumenten deutlich zu erhöhen.
Während viele Metalle bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten Allergien hervorrufen können, sind solche Reaktionen bei keramischen Elementen bisher nicht aufgetreten. Zirkoniumdioxid Keramik verspricht höchste biologische Verträglichkeit (Biokompatibilität).
Als Synonyme werden für diese Art Zahnimplantat folgende Begriffe verwendet:
Keramikimplantat, Zirkoniumdioxid Implantate, Zikoniumoxid Implantat, Zirkonium Implantat, Zirkonimplantate.
Erste Erfahrungen wurden in der 70er Jahren mit einem Keramikimplantat aus Aluminiumoxid Keramik gesammelt. Seit Anfang der 90er Jahre wurde in der Zahnmedizin zunehmend Zirkoniumoxid Keramik eingesetzt.
Die erste Generation der Zirkonimplantate war einteilig: Der Aufbauteil (auf welchem die Krone befestigt wird) ragt über das Zahnfleisch hinaus in die Mundhöhle. Als eine Weiterentwicklung sind mittlerweile auch zweiteilige Zirkonium Implantate verfügbar.
Zumindest für einteilige Keramikimplantate versprechen die Studienergebnisse ähnlich gute Ergebnisse und Langzeitprognosen wie für die herkömmlichen Zahnimplantate aus Titan.